Beteiligung am Lachsprogramm der Huntebesatzgemeinschaft

Auf der jüngsten Tagung der Huntebesatzgemeinschaft in Harpstedt, beschlossen die Vorsitzenden ein Besatzprogramm für den Atlantischen Lachs. In den nächsten 5 Jahren sollen ca. 20.000,- € für die Wiedereinbürgerung dieser ehemals heimischen Wanderfischart ausgegeben werden.

Die Huntebesatzgemeinschaft ist ein Zusammenschluss von sieben Fischereivereinen mit über 3000 Mitgliedern von Goldenstedt bis Wardenburg, die die Hunte und seine Nebengewässer gemeinsam bewirtschaften. Seit 1999 ist die Gemeinschaft zusammen mit dem Landesfischereiverband bemüht den Lachs und auch die Meerforelle in das Huntegebiet wieder einzubürgern. Die Erfolge in den letzten zwei Jahren, vornehmlich in Wildeshausen haben die Vorstände dazu ermutigt das Programm in den nächsten fünf Jahren fortzuführen.

Der Lachs als größte heimische Salmonidenart gehört neben der Meerforelle zu den anadromen Wanderfischen, die aus dem Meer zum Laichen ins Süßwasser aufsteigen. Die Gewässerwarte der Vereine hatten auf ihrer Sitzung, ebenfalls in Harpstedt, die Bereiche Goldenstedt (Mühlenbach, Ellenbäke) und Wildeshausen (Visbeker Aue) als geeignete Gewässer vorgeschlagen. In Absprache mit den Besatzgemeinschaften Delme und Wümme die wie die Hunte ebenfalls in die Weser entwässern, soll das Besatzmaterial vom „Danmark Center for Vildlaks“ aus Dänemark bezogen werden. Somit ist gewährleistet das in allen drei Flüssen mit dem gleichen Stamm besetzt wird und die Fische zwecks Indentifikation beim Monitoring (Kontollfischen) nicht extra markiert werden müssen.

In der Hunte und seinen Nebengewässern konnte leider kein Restbestand an Lachsen nachgewiesen werden, so kam nur der Besatz mit Fischen aus dem Skern À in Dänemark in Frage, da der Fluss geographisch am nächsten liegt und die Lachse im Huntegebiet ähnliche Bedingungen vorfinden (Wassertemperatur zur Laichzeit).

Finanziert wird die Maßnahme zur Zeit ausschließlich aus den Mitgliedsbeiträgen der Vereine, natürlich würden sich die Verantwortlichen über Sponsorengelder aus der Wirtschaft oder von Privatpersonen sehr freuen.

Mittlerweile sind die ersten 500 Jährlinge, sogenannte Paars, in die Ellenbäke, sowie 2500 Stück in die Aue entlassen worden. Sie werden sich etwa ein Jahr in den Bächen aufhalten um sich dann als Smolts auf den Weg zu ihren Fressgründen  nach Grönland aufzumachen, wo sie dann 1-3 Jahre verbleiben, bevor sie zu ihrem heimatlichen Gewässer zurück kehren.

Für diesen ersten Besatz hatte die Firma Kohls & Partner einen Teil der Kosten übernommen.

Der Vorsitzende des Tückervereins, Johannes Kohls, bedankte sich im Namen der Besatzgemeinschaft während der Besatzmaßnahme beim Firmeninhaber Peter Kohls.